Dienstag, 8. Juli 2014

Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz macht den Unterschied

Trockene Augen, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Kopfschmerzen lassen sich oft auf die falsche Beleuchtung am Arbeitsplatz zurückführen. Um dem entgegenzuwirken und produktiv arbeiten zu können, gibt es zahlreiche Ratschläge, wie Sie mit einer ergonomisch richtigen Beleuchtung Ihre Leistungsfähigkeit und Motivation positiv beeinflussen können.

Natürliches Licht

Die oberste Regel lautet, sich so viel natürliches Licht wie möglich zu schaffen. Ein heller Platz an einem großen Fenster bietet eine bessere Grundvoraussetzung als dunkle Räume mit wenig Lichteinfall. Zusätzlich sollten auch die Wände hell bestrichen sein. Dadurch kann sich das Licht besser reflektieren und für eine homogene Lichtverteilung im Raum sorgen.

Kunstlicht

Die Basisbeleuchtung stellen meistens Deckenleuchten dar, die mit Spiegelrastern versehen sind. Sie eignen sich vor allem bei Großraumbüros für eine gleichmäßige Beleuchtung.

Für Einzelbüros sind Up- oder Downlights von Vorteil. Uplights leuchten gegen die Wand und die Decke und reflektieren das Licht in den Raum. Downlights werden kurz vor der Wand in die Decke montiert, so dass sie von der Wand zurückstrahlen.

Eine ähnliche Möglichkeit bieten Voutenleuchten, die unterhalb der Decke an der Wand verlaufen. Ihr Licht wird von der Decke reflektiert. Vouten, die mit LED-Lichtbändern ausgestattet sind, sorgen für ein brillantes Licht für gleichmäßige Helligkeit.

Eine indirekte Beleuchtung stellen auch OLED-Panels dar. Diese werden flächendeckend an der Decke angebracht und bieten ein weiches, blendfreies Licht. Zusätzlich werden Farben naturgetreu wiedergegeben und wirken belebend.

Schreibtische richtig ausleuchten

Neben der Grundbeleuchtung sollte jeder Schreibtisch eine flexible Platzbeleuchtung aufweisen. Schreibtischleuchten sollten über mehrere Bewegungspunkte verfügen, mit einem schwenkbaren Leuchtkopf ausgestattet und dimmbar sein.

Eine Alternative dazu stellt eine zweite, indirekte Leuchte dar, die hinter dem Bildschirm platziert werden kann. Der Schirm sollte aber entweder aus satiniertem Glas bestehen oder mit hellem, blickdichten Stoff bezogen sein, damit das Licht nicht blendet.

Schreibtische brauchen zudem eine vorgeschriebene Mindestbeleuchtung und die je nach Standort variiert: Steht der Schreibtisch am Fenster, reicht eine Beleuchtungsstärke von 300 Lux aus. Befindet sich der Arbeitsplatz aber weiter im Inneren des Raumes, gibt es eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 - 1000 Lux. In der Praxis haben sich Leuchten mit einer Stärke von 1000 Lux jedoch als angenehmer bewährt. Sie lassen eine einheitliche Atmosphäre entstehen. Diese Stärken sollten jedoch nur mit Leuchtmitteln kombiniert werden, die „tageslichtweiß“ sind.

Leider können Beleuchtungsstärken von 1000 Lux und mehr auf Dauer auch zu Schlafstörungen führen. Deshalb ist es von Vorteil, den Arbeitsplatz mit einer dynamischen Lichtsteuerung zu versehen. Diese simuliert die natürliche Veränderung des Sonnenlichts über den Tag. Vormittags wird ein Licht mit höherem Blauanteil ausgestrahlt, mittags eine Stärke von 1000 Lux, nachmittags eine Beleuchtung mit höherem Rotanteil. Diese Variante unterstützt Ihren Biorhythmus optimal. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass Schreibtische eine reflexionsame Oberfläche besitzen, um Spiegelungen zu vermeiden.

Leuchtmittel


Auch bei der Wahl der Leuchtmittel sollte man einiges beachten. LED- und OLED-Lampen verfügen über ein großes Stromeinsparpotenzial. Leider sind jedoch die Anschaffungskosten sehr hoch.

Klassische Energiesparlampen sollten jedoch höchstens für die Arbeitsplatzumgebung eingesetzt werden, da die Lichtfarbe bei vielen Kollegen als unangenehm empfunden wird. Jedoch gibt es eine Fülle an Energiesparleuchtmittel, die warmes Licht abstrahlen. Besser eignen sich Leuchtstofflampen und Halogenleuchten, da sie sehr gute Farbwiedergabeeigenschaften aufweisen.

In jedem Fall sollten alle Lampen so angebracht sein, dass kein Mitarbeiter in das Licht schauen muss, da dies schon nach kurzer Zeit für erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten sorgt.