Mittwoch, 17. Juli 2013

Beleuchtungsstärke und ihre Messung

Zu den Gütemerkmalen der Beleuchtung gehören die Beleuchtungsstärke und die Vermeidung von Blendungen als bestimmende Faktoren für eine schnelle und sichere Sehleistung. Für einen optimalen Sehkomfort spielen weiterhin die lichttechnischen Größen Farbwiedergabe und gleichmäßige Helligkeitsverteilung eine wichtige Rolle. Die Wirkung eines Raums beeinflussen schließlich die Lichtrichtung, die Lichtfarbe sowie das Vorhandensein eines gewissen Maßes an Schattigkeit.

Da mehr als 80 Prozent aller Alltagsinformationen über das Auge wahrgenommen werden,  ist die Beleuchtungsstärke natürlich eine der wichtigsten Größen. Laut der Arbeitsstättenverordnung werden beispielsweise für Computerarbeitsplätze eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux vorgeschrieben, wobei gerade in Hinblick auf die Konzentrationsfähigkeit und Produktivität der Büromitarbeiter auch Beleuchtungsstärken von 1.000 Lux und mehr empfohlen werden. Denn erst ab diesen Werten konnten in wissenschaftlichen Untersuchungen eine positive Wirkung des blauen Lichtanteils auf unseren Biorhythmus festgestellt werden.

Die Beleuchtungsstärke wird in der Einheit Lux angegeben und beschreibt, wie viel von einer Lichtquelle ausgehende Lichtstrom eine bestimmte Oberfläche erhellt. Ein Lux entspricht hierbei einem Lichtstrom von 1 Lumen, der 1 Quadratmeter Fläche beleuchtet. Zur Erfassung der Beleuchtungsstärke in einem Raum wird der Luxmeter als Messgerät eingesetzt. Anders als ein Photometer erfasst ein Luxmeter nicht die Helligkeit einer Lichtquelle oder eines reflektierenden Objektes, sondern misst die Helligkeit an einem bestimmten Punkt, wie z.B. der Schreibtischoberfläche eines Bildschirmarbeitsplatzes.

Wie bereits erwähnt wird für einen besseren Sehkomfort ein gleichmäßiges Helligkeitsniveau im Raum angestrebt. Dieses wird dadurch erzielt, dass die vertikale, horizontale und zylindrische Beleuchtungsstärken miteinander harmonieren. Im Falle der vertikalen Beleuchtungsstärke wird gemessen, wie sich der Lichtstrom einer Lichtquelle auf einer senkrechten Fläche verteilt. Bücherregale in der Bibliothek sind hierfür ein gutes Beispiel zur Veranschauung.

Die horizontale Beleuchtungsstärke setzt entsprechend den Lichtstrom in Bezug zu einer waagerechten, ebenen Fläche und die halbzylindrische Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Lichtstrom auf die gewölbte Mandelfläche eines vertikalen Halbzylinders trifft. Letztere ist insbesondere im Hinblick auf die Gesichtserkennung wichtig. Denn störende Schattenwürfe würden es uns erschweren, die Mimik unseres Gesprächspartners sicher zu erkennen und entsprechend darauf reagieren zu können.