Dienstag, 26. Februar 2013

Das Licht der Sonne

Angesichts der weit verbreiteten Berichterstattung, die - zurecht - vornehmlich auf die Gefahr eines erhöhten Hautkrebsrisikos in Folge einer direkten Sonneneinstrahlung hinweist (als prominentes Beispiel gilt der Schauspieler Hugh Jackman, der wiederholt an Hautkrebs erkrankte), tritt die Tatsache oft in den Hintergrund, dass alles Leben auf der Erde ohne dem Licht der Sonne eigentlich undenkbar wäre.

Das Licht der Sonne ist elektromagnetische Strahlung, die sich zum Teil in einem Wellenlängenbereich zwischen 380 und 780 Nanometer bewegt. Neben diesem, für das menschliche Auge sichtbaren Lichtspektrum, dessen unterschiedlichen Wellenlängenbereichen seit Newton die sieben Spektralfarben Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot zugeordnet werden, bilden auch die für uns unsichtbaren Ultraviolett- und Infrarot-Strahlungen einen Teil des Sonnenlichts.

Während die UV-A-Strahlung die Haut bräunt, aber auch vorzeitig altern lässt, und UV-C-Strahlung organische Zellen zerstört, ist die UV-B-Strahlung für den Sonnenbrand verantwortlich, der mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko einhergeht. Gleichzeitig wird die UV-B-Strahlung aber auch von unserem Körper dringend benötigt, da er mit ihrer Hilfe das wertvolle Vitamin D in der Haut bilden kann.

Das Vitamin D wiederum stärkt unser Immunsystem und spielt zudem eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau sowie bei der Regulierung des Calsium-Haushalts und einiger hormoneller Prozesse im Körper. Weiterhin soll ein ausgewogener Vitamin D Spiegel das Risiko von Krebs, Bluthochdruck, Demenz und anderen Krankheiten verringern.

Der Mensch benötigt rund 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag, Säuglinge nur 10 Mikrogramm, da in ihrem Fall eine Überdosierung zu einer Vergiftung führen kann. Unser Körper kann das Vitamin D allerdings nur bei hoher Lichtintensität bilden, sprich, das Sonnenlicht muss möglichst direkt auf die Haut treffen und das am besten um die Mittagszeit, beim höchsten Stand der Sonne. Wichtig ist natürlich, dass man die Haut nur für wenige Minuten dieser Sonnenstrahlung aussetzt.

Im Übrigen kann der Körper auch nur an den sonnenreichen Tagen im Frühjahr, Sommer und Herbst Vitamin D bilden; in den Wintermonaten hingegen reicht die Intensität des Sonnenlichts hierfür nicht aus, weswegen der Körper während der kalten Jahreszeit auf das in den Fettzellen gespeicherte Vitamin D zurückgreift.

Wer trotz der positiven Wirkung des Sonnenlichts sich diesem nicht ungeschützt aussetzen will, der sollte auf eine Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor zurückgreifen. Nützliche Hinweise zum Thema UV-Strahlung und Hautkrebs stellt die Deutsche Krebshilfe zur Verfügung. Auf das wertvolle Vitamin D muss man im Übrigen nicht verzichten, da Sonnenlicht nicht die einzige Quelle darstellt: fetthaltiger Meeresfisch ist nämlich auch ein verlässlicher Vitamin D-Lieferrant.