Freitag, 14. Dezember 2012

Energiesparende Beleuchtung für Eigentumswohnungen

Der Kauf einer Eigentumswohnung gilt als sichere Alterssicherung, ist aber in den ersten Jahren mit einer enormen finanziellen Belastung verbunden. Denn neben Kaufpreis, den Finanzierungskosten und den an die Eigentümergemeinschaft zu zahlenden Umlagen müssen zuweilen auch Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen innerhalb der eigenen Wohnungen vorgenommen werden. Dies sollte im Vorfeld unbedingt geprüft und ggf. bei der Darlehenshöhe berücksichtigt werden. Eine Maßnahme, mit der sich hierbei einiges an Energiekosten sparen lässt und für die nicht unbedingt ein höheres Darlehen nötig ist, stellt eine durchdachte Lichtplanung dar. Neben den folgenden Tipps empfehlen wir Ihnen außerdem das Buch "Leuchten, Licht, Effekte" von der Innenarchitektin Elizabeth Wilhide, welche hierin spannende Beleuchtungskonzepte vorstellt und dabei auch auf die Wechselwirkungen von Tageslichteinfall und Kunstlicht eingeht.


Lage und Ausrichtung der Wohnung

Denn die Lichtplanung umfasst weit mehr als nur die Wahl der Lampenmodelle und Leuchtmittel. Sie beginnt im Grunde schon bei der Wahl der zukünftigen Eigentumswohnung. Bei der Besichtigung sollten Kaufinteressierte daher auf die Lage und Ausrichtung der Wohnung achten. In engen Straßen etwa dringen die Sonnenstrahlen kaum bis in die Erdgeschosswohnungen vor, die in den oberen Etagen erreichen sie hingegen sehr wohl.

Auch sollten die Fenster des Wohnzimmers, in dem man innerhalb seiner Wohnung in der Regel die meiste Zeit verbringt, nach Südwesten ausgerichtet sein, so dass man von den letzten warmen Sonnenstrahlen profitiert und somit Licht und Heizung merklich später einschalten muss, als wenn das Wohnzimmer gen Norden zeigen würde. Dabei sollten vor den Fenstern natürlich keine dichten Nadelbäume stehen, die das ganze Jahr über kein Sonnenlicht hindurch lassen. Laubbäume hingegen können gerade im Sommer vor einem allzu starken Aufheizen des Zimmers schützen, während sie im Winter das ohnehin rare Sonnenlicht passieren lassen.

Weiterhin sollte man bei der Lichtplanung immer die fertig eingerichteten Wohnung vor Augen haben. Wo wird im Wohnzimmer die Sitzecke sein, wo der Esstisch stehen? Wo werden sich in der Küche die Arbeitsplatten befinden? Kurz gesagt, künftige Wohnungseigentümer sollten sich fragen, in welchen Zimmer und in welchen Raumbereichen sie voraussichtlich welche Tätigkeiten ausüben werden und welches Licht sie hierfür benötigen. Auf diese Weise kann alles perfekt aufeinander abgestimmt werden und eventuell auch notwendige Stromkabel rechtzeitig gelegt werden.

In Hinblick auf die Grundbeleuchtung eines Raumes spielt natürlich auch die Höhe der Decken eine maßgebliche Rolle. Denn je höher die Decke, desto mehr Leuchten bzw. leistungsstarke Leuchtmittel sind notwendig, um die unteren Raumebenen ausreichend mit Licht zu versorgen. Pendelleuchten sind hier daher die bessere Wahl, mitunter kann auch das Einziehen einer abgehängten Zwischendecke samt integrierter LED-Beleuchtung eine lohnende Investition sein. Vor dem Kauf der Eigentumswohnung sollten Sie aber unbedingt prüfen, ob Sie diese Umbaumaßnahme ohne Weiteres im Rahmen Ihrer Sondernutzungsrechte als Wohnungseigentümer vornehmen dürfen oder ob hierfür das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft notwendig ist.

Tipps für eine gemütliche Grundbeleuchtung im Raum

Wer Strom sparen und gleichzeitig eine angenehme Lichtatmosphäre in der Wohnung haben will, für den ist gerade im Wohnzimmer eine Kombination aus einer gedimmten bzw. indirekten Allgemeinbeleuchtung und einer direkten Platzbeleuchtung empfehlenswert. Dabei können mittlerweile von den Seil- und Schienensystemen über Einbaustrahler bis hin zur klassischen Pendelleuchte alle Lampenarten mit einem Dimmer ausgestattet sein; außerdem können diese, sollten sie zu mehreren zum Einsatz kommen, sogar unabhängig voneinander in ihrer Helligkeit gedämpft und aufgedreht werden.

Das Licht für die Allgemeinbeleuchtung kann aber auch von Leuchten mit vorrangig indirektem Licht stammen, sprich von solchen, bei denen ein heller Stoffschirm oder eine getönte Glasabdeckung vor dem direkten Blick auf die Lichtquelle schützen; die Helligkeit und die Lichtfarbe des diffusen Lichtes wird somit vor allem vom Design der Leuchte bestimmt. Diese Beleuchtungsvariante eignet sich vornehmlich für kleinere Räume, aber auch hier sollte auf die Größe der Leuchtenstruktur geachtet werden, damit eine ausreichende Helligkeit im Raum gewährleistet ist.

Weiterhin eignen sich für die indirekte Grundbeleuchtung eines Raumes sogenannte Wallwasher, die unmittelbar vor der Wand an der Decke bzw. im Boden eingesetzt werden und die Wand anstrahlen; das so reflektierte Licht illuminiert den Raum sehr sanft und gleichmäßig. Da die Wallwasher mit LEDs bestückt sind, können darüber hinaus spannende Farbverläufe und individuelle Lichtstimmungen erzeugt werden. Das Gleiche gilt schließlich auch für Voutenleuchten, bei denen in Decken- bzw. Wandprofilen ebenfalls LED-Strips eingelassen sind und für eine sanfte Lichtatmosphäre im Raum sorgen.

Energieeffiziente Leuchtmittel

Als stromsparende Leuchtmittel kommen neben den Energiesparlampen und modernen LEDs nach wie vor auch Leuchtstofflampen und Niedervolt-Halogenlampen mit Infrarot-Beschichtung in Frage. Die letzten beiden haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie Farben natürlich wiedergeben. Zudem sollte man bei Leuchstofflampen darauf achten, dass sie über ein Elektronisches Vorschaltgerät verfügen; für Niedervolt-Halogenlampen empfehlen sich derweil Transformatoren, um zusätzlich Energie zu sparen und die Lebensdauer der Leuchtmittel zu verlängern. Bei Leuchten mit Trafos sollten Nutzer eine Steckdose mit Schalter verwenden, da Trafos, auch wenn das Licht ausgeschaltet ist, im Standby-Modus einiges an Strom verbrauchen.