Mittwoch, 14. November 2012

Fotos, Illustrationen und Gemälde richtig beleuchten

Lange, kahle Wände lassen sich im Handumdrehen mit Fotoleinwänden, Illustrationen oder Gemälden verschönern. Um sich an diesem ganz persönlichen Wandschmuck möglichst lange erfreuen zu können, sollte man sich auch über die richtige Beleuchtung der Bilder einige Gedanken machen und ggf. etwas mehr in sehr gute Leuchtmittel investieren. Denn: Die Qualität eines gedruckten oder gemalten Bildes nimmt langfristig Schaden, wenn Wärme sowie Ultraviolett- und Infrarot-Strahlungen ihm zusetzen.

An welcher Wand hängt ein Bild am besten?

Aus dem gleichen Grunde sollte schon der Standort des Bildes genau überlegt sein. Denn intensive Sonnenstrahlung setzt den lichtempfindlichen Materialien zu, was eine unschöne Vergilbung, Versprödung und verblassende Farben zur Folge hat und mit einer deutlichen Wertminderung des Kunstwerks einhergeht.

Idealerweise finden Fotomotive und Gemälde daher in langen Fluren ohne direkte Sonneneinstrahlung oder in Zimmern auf der Nordseite der Wohnung ihren Platz. In den zumeist südwestlich ausgerichteten Wohnzimmern wählt man entsprechend – sofern es sich mit der gegebenen Einrichtung vereinbaren lässt – die Wand, welche nur von der schwachen Abendsonne beschienen wird. Wenn gar kein sonnengeschützter Standort für das Bild ausgemacht werden kann, schützt eine Glasscheibe den Kunstdruck bzw. das Gemälde.

Vor dem Aufhängen des Bildes sollte man sich außerdem die Frage stellen, aus welcher Perspektive man das Bild wohl am häufigsten betrachten wird. Denn wer zum Beispiel seine großformatigen Familienfotos am liebsten von der gemütlichen Couch im Wohnzimmer aus betrachtet, tut gut daran, diese etwas niedriger aufzuhängen, so dass man von der Sitzposition aus die Fotoerinnerungen optimal im Blickfeld hat.

Tipps für die Beleuchtung von Bildern

Trotz der schädlichen Einflüsse des Lichts, wollen die wenigsten auf eine Beleuchtung ihrer gedruckten oder gemalten Kunstwerke verzichten. Denn oft hat man nur in den Abendstunden die Ruhe und Muße, seine Schätze an der Wand zu betrachten. Zudem trägt die akzentuierte Beleuchtung der Bilder entscheidend zur Atmosphäre eines Raumes bei, wobei man diesbezüglich darauf achten sollte, dass das Licht für die Bilder deutlich heller ist als die allgemeine Beleuchtung im Raum.



Für die Beleuchtung von Meisterwerken eignen sich Bildleuchten am besten. Diese sind in der Lage, das Bild in seiner Höhe und Breite optimal auszuleuchten. Gleichzeitig zeichnen sich solche Lampen durch ihre unauffällige Bauart auf. Hinsichtlich der Farbauswahl der Bildleuchte sollte man sich zunächst am Rahmen des Bildes orientieren; bei rahmenlosen Bildern sollte die Lampe zum bestehenden Einrichtungsstil passen.

Voraussetzung für die Verwendung von Bilderlampen ist natürlich, dass Stromanschlüsse über, unter bzw. neben der Bildaufhängung vorhanden sind. Wenn dies nicht der Fall ist, wären spezielle Bildleuchten, die auf der Rückseite des Bildes montiert werden, eine Alternative. In Frage kämen außerdem Schienen- und Seilsysteme für die Beleuchtung, die entweder an der Decke oder der Wand angebracht werden. Die auf dem Trägersystem befindlichen Leuchtenköpfe können dann individuell auf die Bilder ausgerichtet werden. Beim Anbringen gleich welcher Lampenart sollte man im Übrigen unbedingt darauf achten, dass der Betrachter des Bildes weder direkt noch indirekt geblendet wird.

Hinsichtlich der einzusetzenden Leuchtmittel werden für die konservatorische Beleuchtung von Gemälden, Kunstdrucken und Fotos allgemein Halogen-Metalldampflampen mit UV-Reflektoren empfohlen. Denn sie weisen eine hohe Lichtausbeute auf und geben Farben sehr natürlich wieder. Die eingebauten UV- und/oder IR-Filter verhindern zudem eine Zerstörung der lichtempfindlichen Bildoberfläche.

Neben den klassischen Halogen-Metalldampfleuchten mit Reflektoren stehen heute auch LED-Leuchten wie der Philips Master LEDspot LV 24D für die Bildbeleuchtung zur Verfügung. In stabförmigen Bildlampen können zudem LED-Strips und Kompakt-Leuchstofflampen bzw. Energiesparlampen zum Einsatz kommen.