Mittwoch, 12. September 2012

Warmes Licht vs. Energiesparen


Über viele Jahrzehnte hat die klassische Glühlampe den Menschen gute Dienste erwiesen und nahezu überall Licht ins Dunkel gebracht. Sicher hat sie aber auch dazu beigetragen, sich selbst überflüssig zu machen, wenn in ihrem Licht andere Leuchtmittel konzipiert wurden. Die Europäische Union hat sich längst den Kampf gegen die Energieverschwendung auf die Fahnen geschrieben und hat dabei auch die Glühlampe im Visier: Eine EU-Verordnung, die ein fast vollständiges Ende der Glühbirne zur Folge hat, wird bis 2016 schrittweise umgesetzt. Da es jedoch energiesparende Alternativen in jeder Lichtfarbe gibt, werden wohl nur Nostalgiker um die alte Technik trauern.

Weißes Licht am Arbeitsplatz

In Form von Leuchtstofflampen oder den ebenfalls röhrenförmigen Energiesparlampen, die sich in eine Glühbirnenfassung einschrauben lassen, kennt man schon seit langer Zeit energiesparende Leuchtmittel. Aufgrund ihrer weißen Lichtfarbe haben beide jedoch ein nachvollziehbares Imageproblem. Zur Ausleuchtung von Supermärkten, Werkstätten oder Lagerräumen sind sie allerdings auch weiterhin oft erste Wahl: Der Anschaffungspreis ist vergleichsweise gering, der Engergiebedarf ist ebenfalls niedrig und auch die Langlebigkeit wird hier gewährleistet, da ein Verschleiß vor allem vom häufigen Ein- und Ausschalten abhängt, die Lichtquellen in den genannten Bereichen jedoch meist stundenlang am Stück eingeschaltet bleiben.

Warmes Licht im Wohnbereich

Eine Leuchtstofflampe als Wohnzimmerlampe kann sich aufgrund von Form und Lichtfarbe wohl niemand vorstellen und auch die erwähnten Energiesparlampen erfreuen sich hier keiner echten Beliebtheit.
Für die Wohnraumbeleuchtung fällt die Wahl seit Jahren eher auf kleine Halogenstrahler, die eine warme Lichtfarbe bieten. Auch zur gezielten Beleuchtung von Pflanzen, Möbeln und Fotogalerien werden zumeist Spots mit warmen Lichtkegel verwendet. Mittlerweile bietet der Handel zunehmend LED-Strahler in fast identischer Bauform an.

Wichtig ist beim Kauf allerdings, auf den Kelvin-Wert zu achten, der die Lichtfarbe des Strahlers angibt: Unter 3300 K wird Licht als warm empfunden, bis 5300 K als optimale Arbeitsplatzbeleuchtung, über 5300 K wird von Tageslichtcharakter gesprochen. Abhängig von der direkten Umgebung einer LED-Lichtquelle kann allerdings auch eine eher weiße Beleuchtung zur Gemütlichkeit beitragen, etwa in Kombination mit dunklem Holz.

Normale Energiesparlampen enthalten Quecksilber und sind daher auch bei der Entsorgung problematisch, also gehört die Zukunft allem Anschein nach der LED. Die ist zwar bisher recht teuer in der Anschaffung, benötigt jedoch äußerst wenig Energie und ist fast verschleißfrei.