Montag, 5. Dezember 2011

Tipps für die Badbeleuchtung

Optimales Licht vor dem Spiegel

Zum allmorgendlichen Ritual gehört es, sich im Bad für den Tag frisch zu machen: Die Herren rasieren sich, während die Frauen ihr Make-up auftragen. Dafür braucht es natürlich ein optimales Licht, das hell ist, keine störenden Schatten bildet und vor allem nicht blendet. Daher gehören Spiegelleuchten zum festen Repertoire eines Badezimmers. Zwei Wandleuchten des gleichen Bautyps werden links und rechts neben dem Spiegel montiert, so dass das Gesicht gleichmäßig beleuchtet ist, ggf. bringt man bei größeren Spiegeln auch eine Leuchte darüber an. Um Blendungen zu vermeiden, wählt man am besten Spiegelleuchten mit milchweißen Opalglas. Für eine sehr gute Helligkeit sorgen derweil Leuchtmittel mit warmweißen Licht.

Allgemeines Licht und Licht-Akzente

In kleinen Badezimmern genügt häufig eine zentral montierte Deckenleuchte, um sich morgens mit noch halb verschlafenen Augen zu orientieren. Mehr Kreativität im Lichtdesign bieten hingegen Einbauleuchten oder Spots, die zu mehreren und in beliebigen Positionen in die Decke eingebaut werden können. Diese Art der Beleuchtung ist gerade für Bäder in Dachschrägen vom großen Vorteil, sie kann aber auch Verwendung finden, um besondere Lichtakzente zu setzen oder die Oberflächenstruktur von Natursteinwänden zu betonen. Denn die Halogen- bzw. LED-Spots strahlen das Licht direkt und gebündelt nach unten und verleihen so insbesondere größeren Räumen eine stilvolle Eleganz. 

Lichtspiele mit LEDs

Auch die neuste LED-Lichttechnik bietet vielfältige Möglichkeiten für die Lichtgestaltung im Bad. Wie wäre es beispielsweise mit einem Sternenhimmel über der Duschzelle? Dieser kann als fertiges Set gekauft werden - passionierte Heimwerker schreiten aber lieber selbst zur Tat. Denn da LEDs kaum Wärme abgeben und daher nicht gekühlt werden müssen, kann man mit Hilfe von Glasfasern einen solchen Sternenhimmel leicht selber bauen. Anleitungen findet man im Internet zu Genüge. Weiterhin können LEDS beispielsweise auch in die Fugen zwischen den Boden- bzw. Wandfliesen eingelassen werden. So lässt sich auch eine kleine Wellness Oase im eigenen Bad schaffen, besonders wenn man hierfür LEDs mit Farbauswahl verwendet.

Sicherheit im Bad

Schließlich steht die Sicherheit im Bad an oberster Stelle. Denn hier trifft Elektrizität auf Feuchtigkeit und damit sie sich nicht gefährlich nahe kommen, müssen Bauherren einiges bei der Lichtinstallation beachten. Maßgebend hierfür ist die DIN-Norm DIN VDE 0100, Teil 701. Sie teilt den Feuchtraum Bad in drei Schutzbereiche ein:
  • Im Innenraum der Dusch- und Badewanne (Schutzbereich 0) dürfen nur Leuchten eingesetzt werden, die speziell für diesen Bereich zugelassen sind. Sie müssen über eine Schutzart von mindestens IPX7 verfügen und für den Betrieb mit Schutzkleinspannung von 12 Volt geeignet sein.
  • Innerhalb der Begrenzungen von Dusche und Wanne (Schutzbereich 1) dürfen Leuchten mit Schutzkleinspannung und Schutzart IPX4 und IPX5 zum Einsatz kommen, da diese gegen Spritzwasser und Strahlwasser beständig sind.
  • Das Gleiche gilt für den Schutzbereich 2, der den Bereich mit 60 Zentimeter Abstand zur Dusch- und Wannenbegrenzung beschreibt. In diesem muss sich auch der Transformator für die Leuchten im Schutzbereich 0 und 1 befinden. Im Zweifel sollten Häuslebauer jedoch immer einen Elektro-Fachmann die Lichtinstallation im Bad überlassen. 

Auf Prüfzeichen beim Lampenkauf achten

Beim Kauf von Badleuchten sollten sie auf folgende Prüfzeichen und Kennzeichnungen achten:
  • GS steht für geprüfte Sicherheit und bestätigt, dass die Bestimmungen des Gerätesicherheitsgesetzes eingehalten werden. Das GS-Zeichen vergeben die prüfenden Stellen, also entweder der TÜV oder der VDE.
  • Das VDE-Prüfzeichen zeigt an, dass ein elektrotechnisches Produkt die Sicherheitsnormen für verschiedene (elektrische, thermische, mechanische, etc.) Gefährdungen erfüllt. Vergeben wird es vom Technisch Wissenschaftlichen Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. Die Abkürzung VDE ergibt sich hierbei aus dem Gründungsnamen Verein Deutscher Elektrotechniker.
  • Ebenfalls vom VDE vergeben wird das europäische Prüfzeichen ENEC, European Norm Electrical Certification, das ebenfalls die Sicherheitskonformität eines Produkts bestätigt. Die Zahl 10 bezeichnet hierbei die Prüfstellennummer des VDE.
  • Schutzklasse III: Leuchten mit diesem Zeichen können mit Schutzkleinspannung betreiben werden, d.h., sie werden zwar vom Stromkreis mit höherer Spannung versorgt, sind aber von diesem getrennt und werden mit einer niedrigen Spannung von maximal 12 Volt betreiben.
  • Schutzarten: Die Schutzart gibt an, wie beständig eine Leuchte gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit ist. Sie wird mit Hilfe der IP-Kennziffern ausgedrückt, wobei die erste Kennziffer hinter dem IP (Ingress Protection) den Schutz gegen Fremdkörpern (1 bis 6), die zweite Kennziffer den Schutz gegen Feuchtigkeit (1 bis 8) bezeichnet. Wurde eine der beiden Kriterien nicht geprüft steht an Stelle einer Ziffer ein X.