Dienstag, 8. Juli 2014

Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz macht den Unterschied

Flickr.com - Campaign Monitor
Trockene Augen, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Kopfschmerzen lassen sich oft auf die falsche Beleuchtung am Arbeitsplatz zurückführen. Um dem entgegenzuwirken und produktiv arbeiten zu können, gibt es zahlreiche Ratschläge, wie Sie mit einer ergonomisch richtigen Beleuchtung Ihre Leistungsfähigkeit und Motivation positiv beeinflussen können.

Natürliches Licht

Die oberste Regel lautet, sich so viel natürliches Licht wie möglich zu schaffen. Ein heller Platz an einem großen Fenster bietet eine bessere Grundvoraussetzung als dunkle Räume mit wenig Lichteinfall. Zusätzlich sollten auch die Wände hell bestrichen sein. Dadurch kann sich das Licht besser reflektieren und für eine homogene Lichtverteilung im Raum sorgen.

Kunstlicht

Die Basisbeleuchtung stellen meistens Deckenleuchten dar, die mit Spiegelrastern versehen sind. Sie eignen sich vor allem bei Großraumbüros für eine gleichmäßige Beleuchtung.

Für Einzelbüros sind Up- oder Downlights von Vorteil. Uplights leuchten gegen die Wand und die Decke und reflektieren das Licht in den Raum. Downlights werden kurz vor der Wand in die Decke montiert, so dass sie von der Wand zurückstrahlen.

Eine ähnliche Möglichkeit bieten Voutenleuchten, die unterhalb der Decke an der Wand verlaufen. Ihr Licht wird von der Decke reflektiert. Vouten, die mit LED-Lichtbändern ausgestattet sind, sorgen für ein brillantes Licht für gleichmäßige Helligkeit.

Eine indirekte Beleuchtung stellen auch OLED-Panels dar. Diese werden flächendeckend an der Decke angebracht und bieten ein weiches, blendfreies Licht. Zusätzlich werden Farben naturgetreu wiedergegeben und wirken belebend.

Schreibtische richtig ausleuchten

Neben der Grundbeleuchtung sollte jeder Schreibtisch eine flexible Platzbeleuchtung aufweisen. Schreibtischleuchten sollten über mehrere Bewegungspunkte verfügen, mit einem schwenkbaren Leuchtkopf ausgestattet und dimmbar sein.

Eine Alternative dazu stellt eine zweite, indirekte Leuchte dar, die hinter dem Bildschirm platziert werden kann. Der Schirm sollte aber entweder aus satiniertem Glas bestehen oder mit hellem, blickdichten Stoff bezogen sein, damit das Licht nicht blendet.

Schreibtische brauchen zudem eine vorgeschriebene Mindestbeleuchtung und die je nach Standort variiert: Steht der Schreibtisch am Fenster, reicht eine Beleuchtungsstärke von 300 Lux aus. Befindet sich der Arbeitsplatz aber weiter im Inneren des Raumes, gibt es eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 - 1000 Lux. In der Praxis haben sich Leuchten mit einer Stärke von 1000 Lux jedoch als angenehmer bewährt. Sie lassen eine einheitliche Atmosphäre entstehen. Diese Stärken sollten jedoch nur mit Leuchtmitteln kombiniert werden, die „tageslichtweiß“ sind.

Leider können Beleuchtungsstärken von 1000 Lux und mehr auf Dauer auch zu Schlafstörungen führen. Deshalb ist es von Vorteil, den Arbeitsplatz mit einer dynamischen Lichtsteuerung zu versehen. Diese simuliert die natürliche Veränderung des Sonnenlichts über den Tag. Vormittags wird ein Licht mit höherem Blauanteil ausgestrahlt, mittags eine Stärke von 1000 Lux, nachmittags eine Beleuchtung mit höherem Rotanteil. Diese Variante unterstützt Ihren Biorhythmus optimal.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass Schreibtische eine reflexionsame Oberfläche besitzen, um Spiegelungen zu vermeiden. Moderne Tische sind mit so einer Beschichtung ausgestattet und beispielsweise hier erhältlich.

Leuchtmittel


Auch bei der Wahl der Leuchtmittel sollte man einiges beachten. LED- und OLED-Lampen verfügen über ein großes Stromeinsparpotenzial. Leider sind jedoch die Anschaffungskosten sehr hoch.

Klassische Energiesparlampen sollten jedoch höchstens für die Arbeitsplatzumgebung eingesetzt werden, da die Lichtfarbe bei vielen Kollegen als unangenehm empfunden wird. Jedoch gibt es eine Fülle an Energiesparleuchtmittel, die warmes Licht abstrahlen. Besser eignen sich Leuchtstofflampen und Halogenleuchten, da sie sehr gute Farbwiedergabeeigenschaften aufweisen.

In jedem Fall sollten alle Lampen so angebracht sein, dass kein Mitarbeiter in das Licht schauen muss, da dies schon nach kurzer Zeit für erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten sorgt.

Weiterführende und besonders ausführliche Informationen rund um das Thema Beleuchtung am Arbeitsplatz sind bei der BG BAU zu finden.

Montag, 30. Juni 2014

Bilderleuchten von Betec Licht AG


Ein Paar blauer Augen. Ein unsteter Blick. Dieser Mann fühlt sich nicht wohl in seiner Haut. Er wird verfolgt. Ein Fadenkreuz kreist sein Auge ein. Dann die rennenden Beine eines Fliehenden. Und Klaus Doldingers Verfolgungsmusik. - Augen und Beine gehören dem dienstältesten Schauspieler der Krimi-Serie 'Tatort': Horst Lettenmayer. Seit 1970 taucht sein gehetzter Blick im Vorspann der Kult-Serie auf. Im richtigen Leben hat Lettenmayer sieben Jahre sein Talent und seine Leidenschaft der Schauspielerei gewidmet. Im achten Jahr gründete er die Firma Betec: Den weltweit führenden Hersteller von Bilderleuchten. Im Tatort-Vorspann verewigte sich Lettenmayer durch einen glücklichen Zufall - die Firma Betec hat er sich erarbeitet. Beides sind Erfolgsgeschichten.

Dezente Lampen für Bilderrahmen
Designerlampen und Bilderleuchten von Betec besitzen Reputation und sind bis in die höchsten Kreise vorgedrungen. Unter anderen beleuchten der Aga Khan und Queen Elizabeth II ihre Schlösser mit Lampen der Dachauer Firma. Das Beleuchtungsunternehmen führt große Projekte wie die Illuminierung des Münchner Flughafentowers ebenso aus wie individuell konzipierte Wohnungsbeleuchtungen für Privatpersonen. Horst Lettenmayer ist dafür bekannt, Licht perfekt in Szene zu setzen und für jeden Menschen und Raum die exakt passende Lösung zu finden. Ziel eines Unternehmens, das Licht verkauft, ist das Licht, nicht der Beleuchtungskörper - dieser hält sich dezent im Hintergrund.

Große Wirkung mit kleinen Mitteln

Die besten Erfindungen sehen am einfachsten aus. Dieser Satz gilt für die Bilderleuchte 'Clarus'. Die in Chrom, Messing, Nickel oder Nickel-Matt gestaltete Leuchte ist an edler Dezenz nicht zu überbieten. In zwei bogenförmigen und einer eckigen Bügelausführung lieferbar, wird diese schmale LED-Leuchte einfach hinter das zu beleuchtende Objekt geklemmt. Große Wirkung mit kleinsten Mitteln.

In den gleichen edlen Metalltönen wie 'Clarus' werden die Pultleuchten 'Maximus' gebaut. In Ausführungen von 650 bis 1550 mm illuminieren sie Rednerpulte, Manuskripte, Regale, Vitrinen und Büroschreibtische. Die schmalen Pultleuchten ruhen auf zwei schlanken Stützen und setzen Betecs Minimalismus perfekt um.

Designerlampen werden von Horst Lettenmayers Unternehmen als Steh-, Wand- und Deckenleuchten produziert. Der 'Obelisk' ist eine grazile Lichtsäule, die Lichtakzente liefert und Architekturdetails betont. 'Palus' heißt eine modern-skulptural geformte Wandleuchte mit zwei Lichtquellen und zwei Abstrahlwinkeln. Mit 'Planus' bietet das Dachauer Unternehmen klassische Pendelleuchten mit blauem oder weißem Glas an.

Fiat Lux!

Zum Thema Galeriebeleuchtung hat sich Horst Lettenmayer besonders viele Gedanken gemacht und ein System erfunden, das seine innovative Beleuchtung 'Clarus' gleichzeitig mit Energie versorgt: Eine dreiphasige Stromschiene trägt nach Art einer Galerieschiene das Bild und speist die Betecbeleuchtung mit Strom. Fiat Lux! Aus dem Schauspieler Horst Lettenmayer ist ein Lichtregisseur geworden. Einer der besten seines Fachs.

Montag, 16. Dezember 2013

Lichtfestivals in Europa

Eine Welt ohne Licht - schwer vorstellbar, ist es doch ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens.
Dabei verfügt es nicht nur über einen rein praktischen Nutzen. Es zieht seine Betrachter ebenso durch unzählige künstlerische Facetten in seinen Bann, wie unzählige Lichtfestivals in Europa beweisen.

Flickr.com - ANBerlin
Das Festival of Lights in Berlin

Von Licht angestrahlte Sehenswürdigkeiten sind in vielen Metropolen keine Seltenheit. Und doch ist das Berliner Festival of Lights eine echte Besonderheit. Neben Illuminationen nationaler wie internationaler Künstler bietet es einem Millionenpublikum zahlreiche weitere Attraktionen zum Mitmachen rund um Licht- und Videokunst. Hier werden Geschichte und Geschichten mit Hilfe von Licht neu und überraschend erzählt. Zum 9. Festival im Jahr 2013 strömten bereits mehr als zwei Millionen begeisterte Besucher. Insofern kann auch vom 10. bis 19.Oktober 2014 mit einer erfolgreichen Veranstaltung gerechnet werden - zumal der Eintritt kostenlos ist.
 
Flickr.com - LievenVM
Die Luminale in Frankfurt am Main

Die Luminale in Frankfurt findet seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre statt. Sie bildet das Abendprogramm der Light+Building-Messe, die jeweils circa 200.000 Besuchern anlockt. Aber auch einzeln betrachtet entwickelt sich die Luminale zu einem eigenständigen Highlight - mit zuletzt mehr als 140.000 Besuchern.
Das verwundert kaum, gilt sie doch als ein Mekka für neue Ideen und Entwicklungen bezüglich Licht, Energieeffizienz und der Nutzung neuer Technologien. Auf dieser Plattform präsentieren sowohl Spezialfirmen wie auch Lichtkünstler ihre Arbeiten einer begeisterten Öffentlichkeit.

Auch 2014 zeigt sich die Luminale wieder von ihrer facettenreichen Seite: vom 30.3. bis zum 4.4. erstrahlen diverse Gebäude, Plätze und Straßen in einem anderen Licht und beeindrucken durch unterschiedliche, zum Teil auch interaktive Installationen.
 
Flickr.com - klickr69
Der Internationale Feuerwerkswettbewerb Hannover

Dieser Wettbewerb für Pyro-Techniker aus aller Welt fand erstmals 1991 statt und beeindruckt seitdem alljährlich mehrere tausend Zuschauer. Die barocken Herrenhäuser Gärten dienen dabei als perfekte Kulisse. Ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Livemusik, Kleinkunst und Theatervorstellungen rundet die Veranstaltung ab. 2013 ließen sich rund 50.000 Zuschauer von den aufwendigen Feuerwerken der teilnehmenden Teams verzaubern.

In 2014 gehen zwischen Mai und September tschechische, englische, Schweizer, japanische und griechische Teams an verschiedenen Samstagen an den Start. Die Eintrittspreise liegen dabei zwischen 14,50€ für eine ermäßigte Karte für eine Einzelvorstellung und 80,-€ für eine Dauerkarte. Zusätzlich gibt es weitere Angebote, beispielsweise Familienkarten.
 
Flickr.com - mLufotos
Rhein in Flammen

Dieses Feuerwerksspektakel findet jährlich von Mai bis September an verschiedenen Orten entlang des Rheins statt. Es beruht auf der seit 1931 bestehenden Tradition, das Rheinufer mit bengalischen Lichtern zu erhellen. Dazu gehören heute die Etappen Rüdesheim - Bingen, Spay - Koblenz, Oberwesel und St. Goar - St. Goarshausen. Wer also eine nächtliche Bootsfahrt über den Rhein machen und vom Schiff aus die Feuerwerke am Ufer genießen möchte, ist hier genau richtig. Aber auch dort und bei einem der zahlreichen Weinfeste lässt sich die Kulisse bewundern. Die Ticketpreise für die Schiffstouren schwanken dabei von örtlicher Veranstaltung zu Veranstaltung und sind jeweils bei den Tourist-Informationen der einzelnen Städte zu erfragen.
 
Flickr.com - Jumilla
Lux Helsinki

Dieses Lichtfestival wird von der Stadt Helsinki organisiert. Im Jahr 2013 zog das Festival 100.000 Besucher in seinen Bann. Auch 2014 präsentieren finnische und internationale Künstler an zwölf innerstädtischen Orten ihre Lichtinstallationen. Diese können durchgängig von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr dauerhaft betrachtet werden, für einen Teil gelten sogar Besichtigungszeiten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Alle Veranstaltungsorte sind nahezu barrierefrei. Der Eintritt ist kostenlos.

Flickr.com - Udo Geisler
Amsterdam Light Festival

Das Amsterdam Light Festival fand zum ersten Mal im Jahr 2012 statt und beruht auf einem Zusammenschluss von wissenschaftlichen und künstlerischen Institutionen mit dem Handel und der Stadtverwaltung von Amsterdam. Die Kombination von Licht und Wasser vor historischen Kulissen verstärkt den Eindruck, den die Besucher bereits von Amsterdam gewonnen haben. Darüber hinaus verdeutlicht das Lichtfestival den Wandel, dem die Lichtindustrie seit der Einführung der LED-Technik unterliegt und schafft Raum zum Experimentieren mit neuen Effekten. Für einen Besuch des nächsten Festivals sollte man sich den Zeitraum vom 06.12.2013 bis zum 19.01.2014 frei halten.
 
Flickr.com - aeruginosa
Fête des lumiéres in Lyon

Seit 2001 verwandelt sich die französische Stadt Lyon regelmäßig in ein Lichtermeer. Denn jährlich findet für vier Tage im Dezember das Lichterfest statt, dessen Höhepunkt jeweils am 8. Dezember gefeiert wird.
Im Rahmen dieses Lichtfestivals werden sowohl öffentliche Gebäude und Plätze als auch Schaufenster von Geschäften und private Fenster beleuchtet.

Zunächst aus religiösen Gründen gefeiert, gilt das Fest inzwischen als Ausdruck von innovativer Kreativität. So lockt es neben Künstlern zunehmend Besucher an, die sich hauptberuflich mit Beleuchtung und Licht befassen. Schließlich hat sich die Stadt durch ihr Beleuchtungskonzept zu einem Vorreiter in Sachen urbanes Beleuchtungskonzept entwickelt, das sowohl fortschrittliche als auch traditionelle Elemente miteinander verbindet.

Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist dementsprechend hoch: So berichten zusätzlich zur Presse mehrere Fernseh- und Radiosender über die geplanten Aktionen. Darüber hinaus rechnet die Stadt für das Jahr 2014 mit rund vier Millionen Besuchern.

Dienstag, 19. November 2013

Die Lightopia Ausstellung im Vitra Design Museum


Nuvola, designt von Gino Sarfatti für das Teatro Regio
in Turin, 1972
© Courtesy Archivio Storico FLOS
All diejenigen, die sich für das Phänomen Licht interessieren, sei ein Besuch der Lightopia im Vitra Design Museum ans Herz gelegt. Die von Jolanthe Kugler kuratierte Ausstellung läuft seit dem 28. September 2013 und wird noch bis zum 16. März 2014 in Weil am Rhein zu sehen sein.

Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des künstlichen Lichtes und geht der Frage nach, in welcher Weise Architekten, Leuchtendesigner und Künstler die lichttechnischen Innovationen ihrer Zeit in ihren Entwürfen integrierten und auch in Zukunft einfließen lassen. Denn nach der Erfindung der Glühbirne und weiteren Meilensteinen wie der Verwendung von Kunststoffen, farbigem Licht und dem brillanten Licht der Halogenlampen stehen die Lichtdesigner von heute mit der Digitalisierung des Lichts sowie der innovativen OLED-Lichttechnik an einer neuen Schwelle der Entwicklung.


Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Werke zeitgenössischer Architekten, Designer und Künstler, die im Bereich „Living in Lightopia“ präsentiert werden. Zu ihnen gehören etwa Entwürfe und Installationen von Chris Fraser, Daan Roosegaarde, mischer’traxler, Olafur Eliasson, Daniel Rybakken, Joris Laarman und vielen anderen mehr.

Die rund 300 Exponate sind drei weiteren Themenbereichen zugeordnet. So verdeutlichen die „Ikonen des Leuchtendesigns“, wie sich in den gewählten Formen, Materialien und Lichtstimmungen die Gestaltungsprinzipien und Tendenzen der Zeit widerspiegeln. Die ausgestellten Designleuchten, darunter auch Werke von weit über ihr Fach hinaus bekannten Designern wie Achille Castiglioni, Ingo Maurer, Gino Sarfatti und Wilhelm Wagenfeld, stammen aus der Sammlung des Vitra Design Museums, wobei einige von ihnen sogar zum ersten Mal ausgestellt werden.

Im dritten Bereich „Farbe, Raum, Bewegung“ beleuchtet die Ausstellung die raumschaffende bzw. raumverändernde Kraft des Lichts. Gezeigt wird in diesem Zusammenhang zum Beispiel der Licht-Raum-Modulator von László Moholy-Nagy, einem „Apparat zur Demonstration von Licht- und Bewegungserscheinungen“, wie ihn der Künstler und Bühnenbildner selbst bezeichnete. Ein anderes Beispiel ist der begehbare Nachbau der Basler Diskothek Il Grifoncino aus den späten 1960er Jahren, deren lichtdurchlässigen Wände aus Plexiglas in Blau, Gelb, Rot und Grün leuchten und beinahe eine psychedelische Wirkung auf den Betrachter haben.

Daniel Rybakken, Andreas Engesvik, Colour Light für
Ligne Roset, 2011
© Foto: Kalle Sanner und Daniel Rybakken
Der letzte Ausstellungsteil der Lightopia „Licht für Morgen“ widmet sich der OLED-Technologie, dem Leuchtmittel der Zukunft. Die organischen Licht-emittierenden Dioden sind hauchdünn und spenden ein sanftes, flächiges Licht. Dank ihrer besonderen Eigenschaften kann die OLED-Technologie genauso gut aber auch Textilien und andere Objekte zum Leuchten bringen. Sie wird die klassische Unterscheidung von Leuchte und Leuchtmittel aufheben und in naher Zukunft neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Raumwirkungen bereitstellen.

Die Ausstellung Lightopia wird von Vorträgen und Workshops begleitet, die dem Fachpublikum Möglichkeiten zum gedanklichen Austausch geben.

Bildquellen: Pressebereich des Vitra Design Museum

Mittwoch, 11. September 2013

Lampen für das Kinderzimmer

Durch Licht kann man in allen Räumen eines Hauses eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Dabei sollte beachtet werden, dass im Badezimmer anderes Licht als beispielsweise im Wohnzimmer benötigt wird. Das Kinderzimmer wiederum wird anders beleuchtet als das Schlafzimmer der Eltern.

Denn: Licht kann die Stimmungen der Menschen zum Beispiel durch die Leuchtkraft/Leuchtintensität stark beeinflussen. Deshalb ist es gerade bei der Wahl der richtigen Lampen für das Kinderzimmer wichtig, dass diese mit Bedacht ausgewählt werden. Schließlich sollte im Kinderzimmer in erster Linie eine ruhige Atmosphäre herrschen und Entspannung möglich sein.

Es kommt nicht nur auf die Optik an

Gerade bei Babys und Kleinkindern ist es wichtig, dass die Lampe nicht zu helles oder gar grelles Licht abgibt. Gerade zum Einschlafen eignet sich eine Lampe mit Dimmer hervorragend. Diese gibt es auch mit kinderfreundlichen Motiven oder als sogenannte Steckdosenleuchte. Der Vorteil von solch „schwachem“ Licht ist, dass es beruhigend auf das Kind wirkt und es problemlos über Nacht an bleiben kann, ohne das der Schlaf des Kindes davon negativ beeinträchtigt wird.

Die richtigen Deckenleuchten im Kinderzimmer

Bei der Auswahl der Deckenleuchte gilt vor allem, dass diese mit einem kinderfreundlichen Motiv versehen sein sollte. Dies verleiht dem Raum eine wenig mehr Atmosphäre. Absolute No-Gos sind hingegen einfache Leuchtstoffröhren oder gar große Strahler, welche ansonsten eher im Wohnzimmer eingesetzt werden würden.

Idealerweise lässt sich auch die Deckenlampe dimmen, damit die Stärke der Beleuchtung an das Tageslicht und die Aktivität des Kindes angepasst werden kann. Wird zum Spielen beispielsweise eher helles Licht benötigt, empfiehlt sich zum Lesen schon eher „schwaches“ Licht, welches zugleich eine entspannte Atmosphäre schafft.

Auf der Suche nach der idealen Lampe für’s Kinderzimmer? Kinderlampen wie Pendellampen, Wandlampen, Schreibtisch- und Objektlampen finden sich im Online-Shop von Kinderräume: http://www.kinderraeume.com/kinderlampen/

Mittwoch, 17. Juli 2013

Beleuchtungsstärke und ihre Messung

Flickr.com - chrismeller
Zu den Gütemerkmalen der Beleuchtung gehören die Beleuchtungsstärke und die Vermeidung von Blendungen als bestimmende Faktoren für eine schnelle und sichere Sehleistung. Für einen optimalen Sehkomfort spielen weiterhin die lichttechnischen Größen Farbwiedergabe und gleichmäßige Helligkeitsverteilung eine wichtige Rolle. Die Wirkung eines Raums beeinflussen schließlich die Lichtrichtung, die Lichtfarbe sowie das Vorhandensein eines gewissen Maßes an Schattigkeit.

Da mehr als 80 Prozent aller Alltagsinformationen über das Auge wahrgenommen werden,  ist die Beleuchtungsstärke natürlich eine der wichtigsten Größen. Laut der Arbeitsstättenverordnung werden beispielsweise für Computerarbeitsplätze eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux vorgeschrieben, wobei gerade in Hinblick auf die Konzentrationsfähigkeit und Produktivität der Büromitarbeiter auch Beleuchtungsstärken von 1.000 Lux und mehr empfohlen werden. Denn erst ab diesen Werten konnten in wissenschaftlichen Untersuchungen eine positive Wirkung des blauen Lichtanteils auf unseren Biorhythmus festgestellt werden.

Die Beleuchtungsstärke wird in der Einheit Lux angegeben und beschreibt, wie viel von einer Lichtquelle ausgehende Lichtstrom eine bestimmte Oberfläche erhellt. Ein Lux entspricht hierbei einem Lichtstrom von 1 Lumen, der 1 Quadratmeter Fläche beleuchtet. Zur Erfassung der Beleuchtungsstärke in einem Raum wird der Luxmeter als Messgerät eingesetzt. Anders als ein Photometer erfasst ein Luxmeter nicht die Helligkeit einer Lichtquelle oder eines reflektierenden Objektes, sondern misst die Helligkeit an einem bestimmten Punkt, wie z.B. der Schreibtischoberfläche eines Bildschirmarbeitsplatzes.

Wie bereits erwähnt wird für einen besseren Sehkomfort ein gleichmäßiges Helligkeitsniveau im Raum angestrebt. Dieses wird dadurch erzielt, dass die vertikale, horizontale und zylindrische Beleuchtungsstärken miteinander harmonieren. Im Falle der vertikalen Beleuchtungsstärke wird gemessen, wie sich der Lichtstrom einer Lichtquelle auf einer senkrechten Fläche verteilt. Bücherregale in der Bibliothek sind hierfür ein gutes Beispiel zur Veranschauung.

Die horizontale Beleuchtungsstärke setzt entsprechend den Lichtstrom in Bezug zu einer waagerechten, ebenen Fläche und die halbzylindrische Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Lichtstrom auf die gewölbte Mandelfläche eines vertikalen Halbzylinders trifft. Letztere ist insbesondere im Hinblick auf die Gesichtserkennung wichtig. Denn störende Schattenwürfe würden es uns erschweren, die Mimik unseres Gesprächspartners sicher zu erkennen und entsprechend darauf reagieren zu können.

Montag, 15. Juli 2013

Die UV-Schutzverordnung und der 0,3-Schwellenwert

In den letzten Monaten und Jahren ist die Tatsache, dass sowohl Sonnenlicht als auch künstliches UV-Licht nicht nur positive Effekte erbringen, sondern auch Schattenseiten haben, immer stärker in das öffentliche Blickfeld geraten. Hauterkrankungen bis hin zum Hautkrebs treten nicht mehr nur auf der Südhalbkugel auf, sondern vermehrt auch in Mitteleuropa.

Schuld daran ist die oft exzessive Aufnahme von UV-Licht. Während dessen Aufnahme im Freien, wie beispielsweise am Strand, kaum zu reglementieren ist, hat der Gesetzgeber im Bereich der künstlichen Besonnung im Juli 2011 die sogenannte UV-Schutzverordnung (UVSV) verabschiedet - die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung. Diese Verordnung soll zu einer Verbesserung des Verbraucherschutzes im Bereich der Sonnenstudios und zu einer Erhöhung der Qualität und Sicherheit führen.

Änderungen im technischen und im Beratungsbereich

Die Regelung betrifft zum einen neue technische Grenzwerte und zum anderen die Erweiterung von Informationsdienstleitungen.

Technische Neuerungen

Kern des technischen Bereichs ist die sogenannte 0,3-Norm. Ziel dieser ist es, dass das Sonnenbrandrisiko in Solarien nicht über jenem der natürlichen Sonne liegt. Dieses Risiko wird abgebildet vom erythemalen Wert, welcher die Bestrahlungsstärke ausgibt. Seit 2012 darf dieser erythemale Wert nicht mehr über 0,3W/m2 liegen. Die in den letzten Jahren produzierten Sonnenbänke erfüllen diese Anforderung oftmals, bei Altgeräten kann er jedoch höher liegen. Hier ist dann zumindest in gewerblichen Einrichtungen eine Umrüstung auf die 0,3-Norm mit 0,3-Leuchtmitteln wie Lampen und Röhren notwendig. Das Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko soll auf diese Weise verringert werden.

Zudem ist im Gerätebereich mit der UV-Schutzverordnung seit letztem Jahr die Führung eines Geräte- und Betriebsbuch notwendig, in dem wichtige Angelegenheiten dokumentiert werden müssen.  

Neue Anforderungen in der Beratung

In puncto Informationsdienstleitungen ist mit der UV-Schutzverordnung die Beratungspflicht deutlich ausgeweitet worden. Solarienbetreiber müssen Kunden über maximale Bestrahlungsdauer sowie Ausschlusskriterien aufklären.  Weitere Verpflichtungen umfassen unter anderem die Bereitstellung von Informationsschriften und Benutzerhinweisen.

Die wohl umfangreichsten Auswirkungen hat die Gesetzgebung jedoch im Personalbereich. Seit dem 01. November 2011 ist während der Betriebszeit die Anwesenheit einer ausgebildeten Fachkraft Pflicht. Hierfür ist eine Fortbildung / Schulung durch einen akkreditierten Träger notwendig. Die Fachkräfte müssen in der Lage sein, Beratungen zur Bestrahlungsdauer und Bestrahlungsstärke sowie zu Ausschlusskriterien durchzuführen. Selbiges trifft auch auf die Erstellung individuell abgestimmter Dosierungspläne zu.

Ziel des Gesetztes ist ein besserer Schutz und Informationsstand bei Kunden von Sonnenstudios. Denn auch hier gilt: Die Menge macht’s. Besonders im Winter kann der Besuch einer Sonnenbank das Wohlbefinden steigern – man sollte dabei aber seine persönlichen Grenzwerte beachten.

Bildquelle: Flickr.com - alfaltendorf